Eine Klavier-App, die dir beim Spielen zuhört
Noten öffnen, Handy aufs Notenpult, losspielen. Scoreflection hört beide Hände und jeden Akkord, behält Takt für Takt die Position in den Noten und markiert jeden Notenkopf auf der Seite, die du gerade liest: richtig, falsch, ausgelassen, zu kurz oder zu lang. Das Zuhören läuft direkt auf dem Handy — es wird kein Audio hochgeladen.
Gemacht ist die App für alle, die schon Stücke haben, die sie lernen wollen: deine eigenen Noten als MusicXML, MXL, MNX oder LilyPond oder die gemeinfreien Stücke aus der Community-Bibliothek. Klavier ist eine der beiden Instrumentenfamilien, die Scoreflection heute unterstützt — der Listener dafür wurde an echten Aufnahmen von Menschen gemessen, die spielen.
Beide Hände und jeder Akkord
Die meisten Übe-Apps hören auf einen Ton nach dem anderen. Scoreflection arbeitet mit einem polyphonen Transkriptionsmodell: Ein Akkord kommt als die Töne zurück, aus denen er besteht, und die linke Hand wird neben der rechten gehört. Rund 95 % der Notenanschläge erkennt es richtig. Oktavverschiebungen werden als solche erkannt, und die Obertöne des Klaviers werden verworfen, bevor dir irgendetwas angerechnet wird. So funktioniert die Bewertung.
Um die Hände einzeln zu üben, schalte einhändiges Üben ein: Die andere Hand spielt als Begleitung mit Einzähler, und bewertet wird nur die Hand, die du gewählt hast — die Noten, die du absichtlich weglässt, zählen also nicht als ausgelassen.
Akustisches Klavier oder Digitalpiano
Am akustischen Klavier reicht das Mikrofon des Handys — kein Interface, kein Tonabnehmer. Das Modell ist für echte Räume gebaut, aber nichts hilft so sehr, wie das Handy näher ans Instrument zu stellen (laute Räume).
Ein Digitalpiano oder MIDI-Keyboard lässt sich stattdessen per USB anschließen. Dann liest die App die Noten, die das Keyboard sendet, und der Raum spielt keine Rolle mehr. Wo der Listener automatisch startet, nimmt er ein angeschlossenes MIDI-Instrument vor dem Mikrofon.
Gemacht für echte Klaviernoten
- Wiederholungen und Sprünge. Erste und zweite Klammer und ein D.C. al fine werden mitverfolgt, und wenn du einen Takt neu anfängst, findet dich die Verfolgung wieder, statt alles Folgende als falsch zu markieren.
- Pedal. Wo ein Stück einmal Ped. schreibt und dann simile, fragt die App, wie weit das reicht und wie du neu treten willst. Mehr zu Pedalzeichen.
- Eine Stelle nach der anderen. Leg eine Schleife um die vier Takte, die immer schiefgehen; Wiedergabe und Zuhören bleiben darin.
- Die andere Hand leiser. Jede Stimme hat ihre eigene Lautstärke und ihren eigenen Klang, oder gar keinen — die Noten zählen bei der Bewertung trotzdem.
- Wie schwer ist das? Jedes Stück bekommt einen Schwierigkeitsgrad von 1 bis 9, und ein Übeplan verteilt deine Stücke auf die Minuten, die du hast.
- So streng, wie du willst. Notenlängen werden in vier Strengestufen bewertet, von Anfänger bis Professionell, oder mit Schwellen, die du selbst setzt.
Für wen die App nicht gedacht ist
Scoreflection hat keinen Anfängerkurs. Wer ab der allerersten Note Klavier lernen möchte, fängt mit einer Kurs-App besser an — der Vergleich mit anderen Klavier-Apps sagt, welche es gibt und was sie jeweils können.
Was kostenlos ist und was ein Konto braucht
Lesen kostet nichts und braucht kein Konto: die Notenbibliothek, der Import, die Wiedergabe mit Metronom, das Stimmgerät und die beiden Spiele, die nicht zuhören — Intervall-Trainer und Rhythmus-Echo. Zuhören und Bewerten gehören zum Practice-Tarif. Das Abo ist an ein Konto gebunden, dafür musst du also angemeldet sein; das Zuhören selbst läuft trotzdem auf dem Handy. Welche Teile ein Konto brauchen.